Montag, 31. März 2008

Besuch in Mailand und Asolo

An Ostern hatte ich Besuch von meiner Schwester Isabelle und ihrem Freund Reto. Donnerstag und Freitag haben wir zwei schöne Tage in Mailand verbracht und am Samstag sind wir zusammen zu meiner Nonna nach Asolo gefahren. Eine Woche vorher hatte mich bereits Francis in Mailand besucht...

Wie bereits das Wochenende zuvor mit Francis festgestellt, hat man Mailand innerhalb von 2 Tagen eigentlich auch schon gesehen. Trotzdem gibt es einige Dinge die man gesehen haben sollte, wenn man der Stadt der Mode einen Besuch abstattet. So gehören sicherlich die Piazza del Duomo und der Dom dazu, die Galleria Vittorio Emanuele, das weltberühmte Opernhaus Teatro alla Scala, das Castello Sforzesco, il Cenacolo (Abendmahl von Leonardo da Vinci) in der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie und je nach Interesse ev. auch ein Besuch im durchgestylten Ferrari Store.

Für Leonardo da Vincis Abendmahl ein Ticket zu bekommen ist nicht mal eine so einfach Angelegenheit. Die Tickets sind bis 5 Monate im Voraus schon ausverkauft, möchte man das Bild selbstständig anschauen gehen. Wer es sich trotzdem nicht entgehen lassen möchte hat nur eine Möglichkeit; Sightseeing Tour mit einer Gruppe. Zusammen mit Francis habe ich diese Tour über mich ergehen lassen. 3,5 Stunden hat die Tour gedauert und das erste Anzeichen von Langeweile kam bereits in den ersten 20 Minuten auf... Ich war noch nie der Typ um einem, mittels ausgestrecktem Arm in die Höhe gehaltenen, zusammengefalteten Regenschirm hinterher zu laufen. Um aber das Cenacolo zu sehen, hatten wir keine andere Wahl... Mit meiner Schwester und Reto habe ich die Tour nicht nochmals gemacht, und auch sie haben sich dazu entschlossen, dass es nicht nötig wäre eine langweilige 3,5 stündige Tour zu machen, nur um das Abendmahl zu sehen.

Das Teatro alla Scala hab ich ebenfalls nur mit Francis von innen gesehen und wir sind sogar in den Genuss eines klassischen Konzertes gekommen. Die Tickets für das Konzert haben Francis und ich einem leicht dubiosen Typen neben der Scala abgekauft, da das Konzert eigentlich bereits ausverkauft war. € 35 wollte er für jeden Platz im 5. Stock haben. Mit unserem Verhandlungsgeschick ist es uns dann aber gelungen, die Tickets für je € 30 zu erwerben. Wie glücklich wir waren... aber auch nur bis wir sahen, dass auf den Tickets € 5 stand :o( die Plätze waren Hörplätze im 5. Stock in der 2. Reihe. Um etwas sehen zu können mussten wir aufstehen, was aber kein Problem war, denn hinter uns war nicht bestuhlt. Nach der Pause, während dem 2. Teil hatte mich die Musik so sehr begeistert, dass ich eingeschlafen bin...

Am Oster-Wochenende als Isabelle und Reto in Mailand waren, wurde Romeo und Julia in der Scala aufgeführt und wir hätten sogar noch Tickets bekommen, aber € 130 fanden wir dann doch ein bisschen zu viel des Guten.

In Asolo habe ich meine Nonna mit Isabelle und Reto überrascht. Ich habe ihr nur gesagt, dass ich ein befreundetes Paar mitnehmen würde. Die Überraschung ist gelungen und sie hat sich sehr über den Besuch von uns allen gefreut. Asolo ist ein 'kleines Dörfchen' in der Provinz Treviso, nicht weit weg von Venedig. Es hat einen sehr schönen historischen Dorfkern mit einer kleinen Piazza und einer Gallerie mit vielen schönen Läden.
Für mich ist Asolo eine Oase der Erholung... hier einige meiner Eindrücke...































Isabelle und mein zukünftiger Schwager Reto


Montag, 4. Februar 2008

Il mio appartamento

Nach mehrwöchiger Suche hab ich endlich eine Wohnung für die verbleibenden 5 Monate gefunden. Ist gar nicht so einfach für einen Zeitraum von weniger als 12 Monate etwas zu finden. Viele Wohnungen die ich besichtigt oder angefragt habe, konnte ich wegen der kurzen Zeit nicht mieten. Wer aber nicht gleich aufgibt wird dennoch eine passende Lösung finden. (jedoch wäre es ohne die Hilfe meiner Tante Barbara noch beträchtlich schwieriger gewesen!)

So kann ich Euch endlich meine Bleibe in Milano vorstellen...
Mir gefällt die Wohnung sehr gut und es hat eigentlich alles was man so braucht. Aber alles der Reihe nach...

Back in Black

Mit dem obigen Titel meine ich nicht die im Jahre 1980 veröffentlichte CD von AC/DC, sondern ganz einfach mein appartamento.

Obwohl Schwarz meine Lieblingsfarbe ist (ja, für mich ist auch Schwarz eine Farbe!), freue ich mich nicht immer sie zu sehen. So z.B. am Freitag als ich mich auf der kleinen Bar zwischen Küche und Wohnzimmer abgestütz habe und meine Hand betrachtete. Winzig kleine, schwarze Partikel haben sich an ihr angesammelt und klebten hartnäckig an ihrer schwitzigen Unterseite. Zuerst versuchte ich diese Gegebenheit auf das düstere Licht im Raum zurückzuführen, jedoch ohne Erfolg.

Wer mich kennt weiss, dass ich diesen Zustand nicht so belassen konnte. Also bewaffnete ich mich mit einem gelben Lappen, einem Kessel mit warmem Wasser und einer Flasche Cif (die ich natürlich vorsorglich schon mal gekauft habe) und sagte dem Schwarz den Krieg an. Auch wenn es lange so aussah, als ob es als Sieger aus der Schlacht 'via Alberto Mario 25' hervorgehen würde, habe ich nach einem 5 stündigen Nahkampf erfolgreich gewonnen. Die Kampfspuren die ich davon getragen habe, sind in Anbetracht des Erreichten kaum erwähnenswert. Aber irgendwie habe ich das seltsame Gefühl, dass sich das Schwarz nicht langfristig geschlagen gibt und spätestens beim nächsten Öffnen eines Fensters seinen Weg in mein appartamento erneut erkämpfen wird. Ich werde wachsam auf der Hut sein und mich mit meinem gelben Lappen bewaffnet auf die Lauer legen... soll er nur kommen...

Nach meinem glorreichen Sieg konnte ich endlich meine 7 Sachen (ok, es waren wie immer einige mehr) in die Schränke und Regale versorgen. An Platz fehlt es nicht. Alleine in den Schränken im Schlafzimmer hätte die sperrige Garderobe von Lolo Ferrari platz. Die Küche ist zwar etwas eng geraten, bietet aber genügend Platz um eine köstliche Fertigpizza zuzubereiten und eine gekühlte Flasche Nastro Azzurro abzustellen. Das Badezimmer mit den dunklen Fliessen gefällt und die neue Toilette, die am Samstag montiert wurde, wurde nach einer Probesitzung als tauglich befunden. Wenn jetzt auch noch die Waschmaschine ihre Dienste tut, ist alles in bester Ordnung. Kann mich also nicht beklagen!

Nun aber mal einige visuelle Eindrücke...


























An dieser Stelle möchte ich noch meinem unbekannten Nachbarn für die Zurverfügungstellung seines W-Lans danken :P

Samstag, 2. Februar 2008

Fotos online!!!

Endlich hab ich mal Zeit gefunden einige Fotos von Biba's Party online zu stellen. Ihr findet sie in einem der Beiträge weiter unten...

Endlich geht mal was...

Meine 4. Woche in Milano neigt sich dem Ende zu und endlich hat sich mal was getan. Nachdem die ersten 3 Wochen so ziemlich tote Hose war, kamen diese Woche einige erfreuliche Dinge auf mich zu. Am Montag hat der Italienisch Kurs begonnen. Zweimal die Woche, montags und mittwochs, besuche ich einen Abendkurs für jeweils 2 Stunden. Wir sind 10 Schüler aus aller Welt, Südamerika, England, Litauen, Frankreich, Portugal und natürlich aus der Schweiz. Der Kurs scheint nicht gross einer Struktur zu folgen, und am ersten Tag haben wir gleich mit irgendeiner Übung angefangen, ohne dass unsere Lehrerin uns bekannt gab, was wir über die ersten 10 Wochen so alles machen werden. Ich habe grosse Freude an dem Kurs, denn ich möchte unbedingt die italienische Sprache erlernen. Es wäre schön, wenn ich nach meinem Aufenthalt hier in Milano gut bis sehr gut Italienisch sprechen könnte... mal schauen...

Als weiteres erfreuliches Ereignis habe ich endlich eine Wohnung gefunden. Ist gar nicht mal so einfach hier für lediglich 5 Monate eine Bleibe zu finden. Die meisten Wohnungen werden über Agenturen vermittelt und da die jedesmal Geld kosten, möchten die Eigentümer eine Mindestvertragzeit von 12 Monaten. Aber meine liebe Tante Barbara hat sich mal wieder selber übertroffen und mit ihrem unermüdlichen Engagement eine Wohnung für mich gefunden. Mehr Infos zur Wohnung und Bilder folgen in einem separaten Beitrag.

Das dritte erfreuliche Ereignis überrascht mich selber wahrscheinlich am meisten. Ich habe mich in einem Fitness-Center angemeldet, wo ich ab Sonntag meinen Adonis-Körper weiter in Richtung Perfektion trainieren werde ;o) Auf diese Idee bin ich auch nur gekommen, da das Center auf dem Weg zwischen Wohnung und Metrostation liegt und ich aus reiner Neugier mal vorbeischaute und es mir sehr gut gefallen hat. Die Preise sind zwar nicht von dieser Welt (für mein 4 monatiges Abo kann ich in Basel ein ganzes Jahr ins Fitorama gehen) aber so kann ich meine Freizeit hier sinnvoll nutzen um mal wieder bisschen was gesundes tun und finde ev. auch noch Anschluss zu anderen Leuten. Ausserdem muss mein, sich langsam bemerkbar-machender Bauch wieder weg!!!! (ja ja, so eitel bin ich dann wieder)

So, das war im Grossen und Ganzen eine sehr schöne Woche mit vielen tollen Veränderungen. Wenn mich jetzt meine Arbeit auch noch mehr fordern würde, dann wäre es hier nahezu perfekt...

Montag, 14. Januar 2008

1. Weekend - Biba's Party

Fùr mein erstes Wochenende bin ich wieder in die Schweiz zurùckgefahren. Einerseits hatte ich noch in meiner Wohnung in Ettingen zu tun und andererseits war Biba's Geburtstagsfest, welches ich auf gar keinen Fall verpassen wollte.

Am Freitag konnte ich bereits um 13.30 die Heimreise in Angriff nehmen und so war ich um 17.30 auch schon zu Hause. Schnell eine Dusche genommen und dann ab nach Witterswil, wo ich bei den Vorbereitungen des Ueberraschungsfestes behilflich sein wollte. Leider war ich zu frùh da und die ganze Hetzerei war damit umsonst. Egal...
Das Fest war einfach genial. Super Stimmung, viele alte Freunde, leckeres Essen, reichlich Getrànke und wie nicht anders erwartet, endlich mal gute Musik an einem Fest ;o)
Je spàter der Abend wurde, desto besser wurde die Stimmung auch (an was das wohl liegen kònnte ;o) Bier und Vodka flossen in Stròmen...

Gegen Ende des Abends wurde sogar noch 'getanzt', oder wie man das auch immer nennen mòchte bei der Musik :o) und der eine oder andere merke spàtestens jetzt, dass er nicht mehr Herr ùber Schritt und Tritt war. Aber das machte ja auch nichts. Die Stimmung war am kochen und alle waren super drauf.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschòn an Mona, die es mit ihrem Engagement ermòglicht hatte, dass sich viele alte Freunde mal wieder sehen und einen wahrhaft unvergesslichen Abend gemeinsam verbringen konnten. Es war einfach genial...

Sonst habe ich eigentlich nicht sehr viel erlebt am Wochenende, ausser erneut Kisten schleppen und Mischa mal wieder in die IKEA folgen...

Hier ein paar Fotos vom Geburtstagsfest. (Fotos sind nicht chronologisch dargestellt)





Nachdem Raffi's Karriere als Sänger kläglich gescheitert ist, versucht er es nun am Four-String-Chair



Das 'Bravo' für harte Jungs, ein Jahr lang gratis franko in die Bude geliefert


Gesangsunterricht mit Pommesgabel



Pommesgabel


"oweh oweh... wenn das nur gut kommt...?"


"wass, Du hörst Metal??"


"Ding di ding, da da daaaa, uuuuuaaaaarggghhh...."





Kuchen ist Krieg ;o)



"Man hab ich breite Schultern"


Die zwei guten Seelen des Festes


"Was darf's denn sein? Kuchen oder nasser Hund"





Dem Kleinen die grosse Welt zeigen...

That's it!

Mittwoch, 9. Januar 2008

ThyssenKrupp VDM Italia

Am Montag Morgen ging es dann auch schon los. Um 09.00 sollte ich an meinem neuen Arbeitsort sein. Und wisst Ihr was? Ich war pùnktlich! Dies, obwohl ich mit dem Auto quer durch die ganze Stadt musste und ich Milano noch ùberhaupt nicht kannte. Schade nur, dass mein Chef erst um 11.00 arriviert ist ;o)
Ich also schòn langsam eingelebt und mal knappe 2 Stunden Bekanntschaft mit der kahlen, bildlosen Wand vis-à-vis von meinem Schreibtisch gemacht. Leider war sie nicht sehr gespràchig, die Wand und wir sind uns nicht nàher gekommen. Aber was nicht ist, kann noch werden ;o)

Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und haben mich sogleich mit offenen Armen empfangen. (nicht dass wir uns nàher kamen als ein Handschlag, aber dies soll die Attitùde der Leute hier beschreiben) Mich eingeschlossen, arbeiten hier insgesamt 7 Leute, 2 davon teilen sich eine Stelle und arbeiten jeweils 50% (jemand Lust mit mir zu teilen?).

Arbeit habe ich noch nicht sehr viel. Ok, noch fast keine. Aber hey, es ist mein 3. Tag. Das kommt schon noch...

So, muss dann mal weiter arbeiten :P

Milano ich komme...

Bin nun seit einigen Tagen in bella Milano, der Stadt der Mode, des Doms und Leonardo da Vinci's Abendmahl.

Die Anreise war nicht so kompliziert wie ursprùnglich angenommen. Hat man Chiasso einmal hinter sich gebracht, geht die Reise keine Stunde mehr. Der Wechsel von der schweiz. auf die italienische Autobahn ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Verkehrsregeln gibt es zwar auch hier, aber fùr diese scheint sich niemand gross zu interessieren. Ueberholen links, Ueberholen rechts, alles ganz normal hier und das Tempolimit legt man sich am besten gleich selber zu recht (Fazit: Paradies fùr alle Autofahrer die ihren Fahrstil ausbauen mòchten ;o). Mir gefàllt das sehr gut, jetzt lerne ich endlich Autofahren :o) Was am Anfang etwas chaotisch rùberkommt, ist schlussendlich effizienter.

Nach einer 3 3/4 stùndigen Fahrt bin ich in der Via Elba bei meiner Tante arriviert.